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Jens Jörgensen, 26. Februar 2021

Erdarbeiten richtig einschätzen

Man rechnet sie zwar zu den Baunebenkosten, tatsächlich zählen die Erdarbeiten aber zu den ersten Aufgaben, die auf einer Baustelle anstehen: Denn damit Dein Haus auf einem festen Boden steht, braucht es eine sichere Grundlage.

Damit Dein Haus auf einem sicheren Untergrund steht, muss der Bodenexperte ein Gutachten (Baugrunduntersuchung) erstellen, das wie eine Art Gesundheits-Check-Up die Beschaffenheit, Konsistenz und Tragfähigkeit Deines Baugrunds untersucht. Enthält er zu viele lose Steine, so fehlt die tiefere Bindung im Erdreich, was der Statik Deines zukünftigen Hauses Probleme bereiten kann. Aber auch lehmige Böden, die grundsätzlich nichts Schlechtes sind und Stabilität versprechen, können ein Problem darstellen: Sie können ein Hinweis auf einen hohen Grundwasserspiegel sein und der wiederum wirkt sich ebenfalls schlecht auf die Statik aus. Für „schwimmende Keller“ haben professionelle Kellerbauer aber meist gute Lösungen parat. Im Vorfeld zu wissen, was auf sie zukommt, erleichtert aber ihnen und Dir die Kalkulation.

Mit der Analyse des Bodens schaffst Du frühzeitig nicht nur Gewissheit über etwaige Mehrkosten, sondern sicherst Dich auch gegen eventuell auftretende Verzögerungen im Bauplan ab.

Hat das Fachunternehmen den Boden geprüft und für gut befunden, ist nun der Statiker an der Reihe und Du kannst auf dieser Basis die nächsten Schritte mit dem von Dir beauftragten Tiefbauunternehmen planen. Sobald Dein Bauantrag genehmigt ist, kann’s auch schon losgehen! Wenn die technischen Details zwischen allen Beteiligten – dem Haushersteller, den für Fundamt und Keller zuständigen Unternehmen und den Tiefbauern – geklärt sind, steht einem reibungslosen Ablauf auf Deiner Baustelle nichts mehr im Wege.

Es ist zwar noch kein Stein auf den anderen gesetzt, aber ein Meilenstein für den Bau Deines Eigenheims erreicht. Was nun die weiteren grundlegenden Arbeiten auf Deinem Grundstück angeht, so teilen sie sich in drei Bereiche auf: Aushubarbeiten, die Verteilung und Deponierung der Erde und die Verfüllung der Baugrube. Zunächst einmal geht es darum, Platz zu schaffen und die Erdschichten abzutragen. Das ausgehobene Erdreich kannst Du per LKW abtransportieren lassen, Du sparst aber bares Geld, wenn Du Dir vorher schon Gedanken darüber machst, ob Du den Aushub nicht auf Deinem Grundstück noch verwenden kannst, etwa, um später in Deinem zukünftigen Garten eine Böschung anzulegen oder einen erhöhten Sitzplatz zu schaffen.

Die kostengünstigere Variante ist also, das ausgehobene Erdreich erst einmal auf Deinem Grundstück zu lagern und später zu verwenden.

Anschließend geht es darum, die eigentliche Baugrube auszuheben. Solltest Du durch das Gutachten bereits von Gefahrstoffen in der Erde wissen, musst Du deren fachgerechte Entsorgung sicherstellen. Generell aber wird an dieser Stelle des Bauprozesses Platz geschaffen für Keller und Fundament sowie die benötigten Kanäle für Leitungen, Abwasser und Leerrohre oder die Flächen für eine Zisterne. Die Kosten für das Ausheben der Baugrube richten sich nach der Beschaffenheit des Bodens, der in Klassen eingeteilt ist, sowie nach dem auszuhebenden Volumen, dem Einsatz erforderlicher Maschinen und benötigten Fachpersonals auf dem Bau.

Wenn schließlich die Bodenplatte gegossen und das Kellergeschoss errichtet ist, beginnt der abschließende Teil der Erdarbeiten: Im letzten Schritt geht es um das Verfüllen von Bereichen, die später befestigt sein sollen: etwa Einfahrt, Stellplätze, Wege oder die Terrasse. Zum Schutz vor wetterbedingten Einflüssen befüllt man diese Bereiche meist mit Kiessand, weil er flexibel ist und festigt. Wasserdurchlässig und trotzdem verdichtet, erlaubt er zugleich Abdichtung wie Entwässerung und sorgt für ausreichend Stabilität.

Die Kosten, die Du für diese Arbeiten auf Deinem Grundstück einkalkulieren musst sind stets individuell zu berechnen. Wichtig ist auch noch der Anschluss des Baus an die Ver- und Entsorgungsleistungen. Daher solltest Du frühzeitig an die Anträge bei den Versorgungsunternehmen für Strom, Gas und Wasser denken, um kurze Wege der Leitungen ins Haus möglich zu machen! Am besten machst Du das, sobald die Baugenehmigung erteilt ist.

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Über den Autor
Jens Jörgensen ist Geschäftsführer der Apollo HAUS GmbH. Mit der Gründung von APOLLOHAUS verfolgt er das Ziel, seinen Bauherren ihr Traumhaus zu erschwinglichen Preisen zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, setzt er auf die Vorteile des Fertighausbaus in Kombination mit der Digitalisierung und schafft damit ein einzigartiges Kauferlebnis.

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