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Tanja Schilling, 24. August 2021

Prima Klima: neue KfW-Programme

Bauen ist schon ein teures Vergnügen. Das zahlt kaum einer mal eben so aus der Tasche. Umfangreiche Finanzierungspläne, Gespräche mit der Bank sind unerlässlich. Gut, wenn Du Dir zuvor ein Bild davon gemacht hast, wie und mit wem Du Dein Budget durch geschickte Kombination von günstigen Krediten und Zuschüssen entscheidend unterfüttern kannst.

Der wesentliche Förderer in diesem Bereich ist die KfW. Diese Bank (obwohl es keine klassische Bank im eigentlichen Sinne ist) fordert vor allem energieeffizientes Bauen. Willst Du die doch substantiellen Förderungen in Anspruch nehmen, so sollte klimafreundliches Bauen auch auf Deiner Agenda stehen.

Wissen mit APOLLOHAUS

Was genau ist die KfW?

Die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, ist eine der führenden Förderbanken der Welt. Sie bietet u.a. diverse Programme für Bauherren, Immobilienkäufer oder für Eigenheimbesitzermit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu klimafreundlichem Wohnen zu motivieren und auf dem Weg dorthin zu unterstützen.
Sie ist die weltweit größte nationale Förderbank. Das Kapital der KfW wird zu vier Fünfteln von der Bundesrepublik Deutschland und zu einem Fünftel von den Bundesländern gehalten. Die Bundesrepublik haftet für alle Verbindlichkeiten und Kredite der KfW. Die Aufgabe der KfW besteht u.a. in der der Finanzierung von Infrastrukturvorhaben und Wohnungsbau, der Finanzierung von Energiespartechniken und der kommunalen Infrastruktur. Mehr dazu

Deutschland trägt als eine führende Industrienation eine besondere Verantwortung für den weltweiten Klimawandel. Das Klimaschutzprogramm 2030, welches durch das Kabinett am 9.11.2019 beschlossen wurde, stellt einen Arbeitsplan dar, wie die gesteckten Klimaziele zu erreichen sind. Die Maßnahmen sollen Schritt für Schritt mit Gesetzen und Förderprogrammen umgesetzt werden.

So enthält das Klimaschutzprogramm auch Fördermaßnahmen, um möglichst viele Menschen in Deutschland zum klimafreundlichen Wohnen zu motivieren und auf dem Weg dorthin zu unterstützen.

14 Prozent der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland (120 Millionen Tonnen) kommen aus dem Gebäudesektor!

Daher ist das im Gesetz verankerte Ziel, bis 2030 in diesem Bereich den CO2-Ausstoß auf 72 Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren. Mit einer Mischung aus verstärkter Förderung, CO2-Bepreisung sowie durch ordnungsrechtliche Maßnahmen sollen so Bauen und Wohnen in Deutschland klimafreundlicher werden.

Es gilt aktuell die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Diese BEG ersetzt einige der früheren, bis dahin gültigen Programme der KfW zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebereich.

Die Zuschüsse der neuen Programme wurden erhöht: Käufer oder Bauherren erhalten seit dem 1.7.2021 für energieeffiziente Immobilien bis zu 37.500 Euro je Wohneinheit – bisher betrug der höchste Tilgungszuschuss 30.000 Euro.

Energetische Sanierungen von Bestandsimmobilien fördert der Staat nun mit bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit (bislang: Tilgungszuschuss von höchstens 48.000 Euro).

Zinsgünstige Kredite sind bis zu einer Höhe von 150.000 Euro statt 120.000 Euro möglich.

Apollohaus

Die Höhe der Förderung, die Du in Anspruch nehmen kannst, richtet sich danach, welche Effizienzhausstufe Du nach Abschluss der Maßnahmen bzw. mit Vollendung Deines Baus erreichst: Grundlage hier ist der KfW-Effizienzhaus-Standard. Will heißen: Je kleiner der Wert ist, desto geringer ist der Energiebedarf der Immobilie. Und desto mehr Förderung kannst Du beantragen.

Da die Bedingungen an diese Förderungen doch recht komplex sind, sind diese Programme der KfW oft an die Hinzunahme einer Expertin oder eines Experten für Energieeffizienz aus der Liste der Deutschen Energie-Agentur (dena) gekoppelt. Dieser „Energieberater“ begleitet Dich im Bauprozess vor Ort und bescheinigt Dir anschließend die korrekte Umsetzung Deines Hausbaus.

Die Kosten für den Energieberater

Wenn Du Dich für einen Kredit entscheidest, erhöht sich der Kreditbetrag um die Kosten der Bau­be­gleitung. Von diesen Kosten erhältst Du 50 % als Tilgungszuschuss. Ein Beispiel: Du bekommst für einen Neubau KfW55 Erneuerbare-Energien-Klasse einen Kredit von 150.000 €. Für die Baubegleitung erhältst Du einen Kredit von maximal 10.000 €. In Summe kannst Du dann einen Antrag in Höhe von 160.000 € stellen.

Wenn Du Dich für einen direkt ausgezahlten Zuschuss entscheidest, erhöht sich Dein Zuschuss um 50 % der Kosten für die Baubegleitung durch Deinen Energieberater.

Die Förderung für Bau­begleitung beantragst Du ganz einfach direkt zusammen mit Deinem Wohngebäudekredit 261 bei Deiner Bank.

Energie-
Effizienzsstufen

Effizienzhaus 40 Plus
mit PV-Anlage und
Batteriespeicher

Effizienzhaus 40

Effizienzhaus 40
Erneuerbare-
Energien-Klasse*

Effizienzhaus 55

Effizienzhaus 55
erneuerbare Energien
Klasse*

Tilgungszuschuss in %

25 % von maximal
150.000 Euro Kredit­betrag
förder­fähigen Kosten

20 % von maximal
120.000 Euro Kredit­betrag
förder­fähigen Kosten

22,5 % von maximal
150.000 Euro Kredit­betrag
förder­fähigen Kosten

15 % von maximal
120.000 Euro Kredit­betrag
förder­fähigen Kosten

17,5 % von maximal
150.000 Euro Kredit­betrag
förder­fähigen Kosten

Betrag

bis zu 37.500 €

bis zu 24.000 €

bis zu 33.750 €

bis zu 18.000 €

bis zu 26.250 €

Tilgungszuschuss
Baubegleitung durch
Energieberater

bis zu 5.000 €

bis zu 5.000 €

bis zu 5.000 €

bis zu 5.000 €

bis zu 5.000 €

Stand 01.07.21

*Erneuerbare Energien-Klasse bedeutet: Wenn durch die Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien mindestens 55 % des Energiebedarfs des Gebäudes gedeckt wird. Das ist bei einer modernen Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Wärmerückgewinnung in der Regel der Fall.

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