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Jens Jörgensen, 24. Februar 2021

Optimaler Versicherungsschutz beim Hausbau

Wie bei allem, kann auch beim Bau des eigenen Hauses mal etwas schiefgehen. Um für alle Fälle gewappnet zu sein, solltest Du also schon vor Baubeginn an einen ausreichenden Versicherungsschutz denken. Aber welche Versicherungen sind für einen lückenlosen Schutz vor, während und nach der Bauphase wirklich notwendig? Hier haben wir alles Wichtige für Dich zusammengestellt.

In den vielen Jahren, die wir Bauherren nun schon auf ihrem Weg zum eigenen Haus begleiten, haben wir bei APOLLOHAUS auch beim Thema Versicherungsschutz dazugelernt. Unsere Erfahrungen teilen wir gerne mit Dir! Wir zeigen dir in einem genauen Überblick, welche Versicherungen in der Bau- und Wohnphase wirklich sinnvoll sind, was sie kosten und im Schadensfall abdecken. Für einen ausreichenden Schutz in der gesamten Bauphase, aber auch darüber hinaus, ist nämlich ein ganzes Paket an Versicherungen sinnvoll. Dabei geht es sowohl um Deinen Schutz, den Deiner Helfer auf dem Bau und von Passanten, als auch um die Absicherung materieller Schäden etwa durch Diebstahl oder Unwetter.

Nimm doch nur einmal an, ein spielendes Kind stürzt in einen nicht ausreichend gesicherten Bauschacht auf Deinem Grundstück und verletzt sich dabei. Oder einer Deiner Freunde, der Dich bei Arbeiten am Haus unterstützt, fällt die Treppe hinunter. Die finanziellen Folgen in Gestalt von Schadensersatzansprüchen an Dich können schwer wiegen. Auch gilt es im Falle eines Diebstahls von Baumaterialien oder möglichen wetterbedingten Schäden abgesichert zu sein. Besser schlafen kannst du in der ohnehin recht trubeligen Phase des Hausbaus sicherlich, wenn Du rechtzeitig entsprechende Bauleistungs- und Baufertigungsversicherungen abgeschlossen hast. Diese kommen zwar erfahrungsgemäß selten zum Einsatz, aber lassen Dich zumindest im Fall der Fälle die Nerven bewahren. Sie bieten die Gewähr dafür, dass Du auch im Schadensfall Dein Bauvorhaben wie geplant zu Ende führen kannst. „Am besten setzt Du dich schon vor dem ersten Spatenstich mit einem Versicherer in Verbindung“, rät auch Sebastian Meier vom Verband öffentlicher Versicherer.

Als Bauherr werden Deine Nerven mitunter stark belastet. Du bist schließlich für die Sicherheit auf Deiner Baustelle verantwortlich. Für Schäden an Personen oder Sachen haftest Du. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ist also oberstes Gebot, denn sie deckt alle Schäden an Deinem Bau ab, für die es keine direkten Verantwortlichen gibt. Sascha Straub, Referent für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale in Bayern empfiehlt daher, schon beim Kauf des Grundstücks eine solche Bauherrenversicherung abzuschließen.

Das klingt früh, ist aber sinnvoll, sofern die Hausbauplanung binnen zwei Jahren fertiggestellt wird. Die Versicherung deckt nicht nur Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab, sondern auch Gefahren, die von einem noch unbebauten Grundstück ausgehen.

Kosten: Die Die Kosten für eine Bauherrenversicherung belaufen sich bei zwei Jahren Bauzeit auf 150 bis 180 Euro im Jahr, mit einer Versicherungssumme von mindestens drei Millionen Euro.

#Unser Tipp für Dich: Ein unbebautes Grundstück ist in vielen privaten Haftpflichtversicherungen aber schon mit abgesichert. Sollte das bei Dir zutreffen, kannst Du mit dem Abschluss Deiner Bauherrenversicherung noch bis zum Baubeginn warten.

Auch als Grundstückshaftpflicht bekannt, deckt diese Versicherung Personen-, Sach- und Vermögensschäden auf Deinem Grundstück ab. Sie wird wichtig für Dich, falls Du ein Grundstück kaufst, aber noch keine konkrete Bauabsicht hast oder diese in einer fernen Zukunft liegt. Denn dann ist es empfehlenswert, dass Du sie anstelle der Bauherrenhaftpflicht abschließt. Ausreichend Schutz bietet sie, wenn etwa ein Kind auf der Wiese spielt, und sich dabei verletzt, ein Nachbar im Winter auf dem angrenzenden und nicht geräumten Weg ausrutscht.

Kosten: Bei einem Versicherungsschutz bis zu drei Millionen Euro kostet Dich die die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht 50 bis 90 Euro im Jahr.

#Unser Tipp für Dich: Wenn du Dein Haus nicht vermietest, sondern selbst bewohnst, ist dieser Schutz oftmals schon in der Privathaftpflichtversicherung enthalten.

Besonders der Rohbau Deines Hauses ist wetterbedingten Einflüssen schutzlos ausgesetzt. Starkem Regen und eindringenden Schlamm kann ein frisch gegossener Estrich oft nicht standhalten. Zudem drohen Deinem Bauprojekt auch Schäden durch Vandalismus oder durch den Diebstahl von Baumaterialien. Für sämtliche Schäden am Material oder der Bauleistung, die während der Bauzeit entstehen können, kommt die Bauleistungsversicherung bis zur Fertigstellung Deines Hauses auf. Sie ist ein Muss für Dich als Bauherr und je nach Region, aber auch angesichts des Klimawandels mit immer extremeren Wetterphänomenen, unerlässlich. Schließlich willst Du sichergehen, dass Dein Bauvorhaben auch nach einem Hochwasser nicht gefährdet wird.

Kosten: Die Bauleistungsversicherung kostet einmalig 500 bis 600 Euro und deckt eine Versicherungssumme von 280.000 Euro ab.

Schäden an Deinem Rohbau, die durch Brand, Blitzschlag oder Explosion entstehen können, sind nicht durch die Bauleistungsversicherung gedeckt. Hierfür musst Du unbedingt eine Feuer-Rohbauversicherung abschließen. Auch sie zählt zu den Must-haves in Deinem Versicherungspaket.

Kosten: Die Höhe der Kosten hängt von der Summe der reinen Baukosten (ohne Baunebenkosten) Deines Hauses ab.

#Unser Tipp für Dich: Wenn Du dich schon frühzeitig für die spätere Wohngebäudeversicherung entscheidest, bekommst Du bei vielen Anbietern die Feuer-Rohbauversicherung kostenlos dazu.

Durch Eigenleistungen am Bau lassen sich viele Kosten einsparen. Wenn Du also planst, viel in Eigenregie mit Freunden und Verwandten an Deinem Bau zu machen, ist eine Bauhelfer-Versicherung unerlässlich. Denn jeder, der auf Deiner Baustelle hilft, muss sich bei der Bau-Berufsgenossenschaft melden, dies ist gesetzlich verpflichtend. Über den Beitrag an die Genossenschaft bist Du und Deine unterstützenden Helfer mit der Bauhelfer-Versicherung abgesichert. Für dich und Deine Partnerin bzw. Deinen Partner empfiehlt sich in dem Fall noch eine private Unfallversicherung.

Kosten: Bei den Kosten, die Du einsparen kannst, fallen die Prämien für die Bauhelfer-Versicherung kaum ins Gewicht. Pro Arbeitsstunde liegen sie bei 1,50 Euro.

Sinnvoll ist die Risiko-Lebensversicherung zur Absicherung Deiner Familie. Denn im Todesfall erhält der oder die von Dir Begünstigte eine fest vereinbarte Summe, Mit dieser kann beispielweise Deine Partnerin den Immobilienkredit weiter bedienen. Die Risiko-Lebensversicherung bietet sich immer bei der Aufnahme eines größeren Kredits an und ist eine Form der Restschuldversicherung.
Eine Restschuldversicherung sichert Deine Familie im Sterbefall, bei Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit ab. In den genannten Fällen wird keine feste Summe, sondern die Restrate ausgezahlt.

Für die Vergabe eines Darlehens ist bei vielen Geldinstituten eine Risiko-Lebensversicherung obligatorisch. Denn die Hinterbliebenensumme dient im Todesfall der Kredit-Tilgung. Es gibt zwei Formen: Die klassische und verbundene Risiko-Lebensversicherung sowie die fallende Risikoversicherung. Bei letzterer wird die Versicherungssumme dem Tilgungsverlauf einer Immobilien-Finanzierung angepasst.

Kosten: Für einen 30-jährigen Mann beläuft sich die Risiko-Versicherung in Höhe von etwa 200.000 Euro auf Kosten von 170 Euro pro Jahr. Damit kommst Du recht günstig davon im Gegensatz zu den Kosten einer Kapital-Lebensversicherung.

#Unser Tipp für Dich: Für ein Paar ohne Kinder sollte die Versicherungssumme bei einem Jahres-Nettoeinkommen liegen, pro Kind verdoppelt sich dann der Betrag. Lass Dich also vor dem Abschluss der Versicherung noch einmal ausführlicher beraten.

Wir blicken nun einmal in die Zukunft. Denn es gibt Baumängel, die sich erst Jahre nach der Fertigstellung Deines Hauses zeigen. Und was, wenn der Bauunternehmer bis dahin längst insolvent ist? Für diesen Fall bist du mit einer Baugewährleistungs-Versicherung gut geschützt, die der Bauunternehmer abschließt. Damit bist Du auf der sicheren Seite, denn der Versicherer prüft hierbei auch die Solvenz des Bauunternehmens.

#Unser Tipp für Dich: Stelle sicher, dass das Bauunternehmen eine solche Versicherung abgeschlossen hat – am besten prüft Du das vor Auftragsvergabe an das Bauunternehmen!

Um auch Schäden an geliehenen oder gemieteten Baumaschinen abzudecken, ist eine Maschinenbruch-Versicherung ratsam. Auch diese wird nicht von Dir abgeschlossen. Wichtig ist aber, dass Du Dich auch hier bei der Verleihfirma genauer darüber erkundigst!

Glückwunsch! Die eigenen vier Wände sind fertig! Es gibt einige Versicherungen, die nun auslaufen, andere wiederum kommen jetzt neu hinzu. Während die Feuer-Rohbauversicherung endet, beginnt jetzt die Wohngebäudeversicherung. Und die Bauherrenhaftpflicht wird abgelöst von der Privat-Haftpflicht. Nun gilt es aber für Dich, auch den Hausrat zu versichern. Hier noch abschließend unser detaillierter Überblick, welche Versicherung nun wichtig ist, damit Du auch gut und sicher das Leben in Deinen eigenen vier Wänden genießen und nachts gut schlafen kannst.

Wohngebäude-Versicherung
Die Versicherung ist für alle Haubesitzer wichtig. Sie bewahrt Deine fertige Immobilie vor eklatanten Schäden. Auch die finanzierende Bank verlangt bei der Abnahme des Haues eine Feuer- oder Gebäudeversicherung. Um Deine fertige Immobilie rundum bei möglichen Sturm-, Hagel- oder Feuerschäden abzusichern, solltest Du sie gut versichern. Und vor allem nicht unterversichern: Mit einer Neuwertversicherung bekommst Du bei Totalschaden die erforderlichen finanziellen Mittel, die nötig sind, um Dein Haus wieder so aufzubauen, wie es war.

Kosten: Du musst die Versicherungssumme genau kalkulieren. Denn die Summe muss den ortsüblichen Neubauwert deines Hauses samt Architekten- und Planungskosten abdecken. Es ist daher ratsam, dass Du eine gleitende Neuwertversicherung abschließt. Damit sicherst Du dir eine automatische Anpassung an die sich mit den Jahren verändernden Baupreise und Preissteigerungen der Branche.
Willst Du Deine Wohngebäudeversicherung ohne eine festgelegte Versicherungssumme abschließen, empfehlen wir Dir das Wohnflächenmodell, d.h. die Versicherungsprämie richtet sich nach Deiner Wohnfläche und nach Gebäudetyp und -ausstattung. In diesem Fall musst Du darauf achten, alles bestens in der Versicherungspolice zu dokumentieren.

#Unser Tipp für Dich: Eins noch: Damit Du Dich nicht unterversicherst: Später durchgeführte An-, Aus- und Umbauten sind nicht automatisch abgedeckt. Wenn Du also irgendwann vorhast, das Dachgeschoss auszubauen oder eine bessere Wärmeisolierung nötig wird, meldest Du das am besten direkt auch deinem Versicherer.

Und nun kannst Du rundum sicher sein, alles für die anstehende Phase Deines Hausbaus im Blick zu haben und auch den Weitblick zu behalten, was wichtig wird, wenn du endlich mit deiner Familie Dein neues Zuhause beziehst.

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Über den Autor
Jens Jörgensen ist Geschäftsführer der Apollo HAUS GmbH. Mit der Gründung von APOLLOHAUS verfolgt er das Ziel, seinen Bauherren ihr Traumhaus zu erschwinglichen Preisen zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, setzt er auf die Vorteile des Fertighausbaus in Kombination mit der Digitalisierung und schafft damit ein einzigartiges Kauferlebnis.

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